Markus und Fabian teilen sich eine Wohnung in Bozen. Und sie teilen die Leidenschaften, leidenschaftlich zu diskutieren und pointiert zu schreiben. In ihrer Küche wird über kompletten Nonsens genauso gerne diskutiert wie über die aktuelle Weltpolitik (nur gekocht wird dort nicht so oft). Ähnlich soll es in diesem Blog passieren.
Das Konzept: beide schreiben einmal pro Monat mit einer vorgegebenen Zeichenzahl ihre Meinung zu einem vorgegebenen Thema. Eine Woche nach Veröffentlichung wird abgerechnet: wer hat mit seinem Text mehr Views und Likes erreicht?
Der Verlierer muss den Müll runterbringen. Der Gewinner darf das Thema für den nächsten Monat bestimmen. Vorschläge dürfen natürlich auch von euch Lesern kommen.
Gute Unterhaltung beim „Battle of Blogs“!

Montag, 30. März 2020

Die Welt nach dem Virus (Markus)


Esslingen, 30.03.2021 – Die lang ersehnte Nachricht der WHO ist da: Der Impfstoff gegen COVID-19 ist zugelassen. In den nächsten Wochen werden Millionen von Menschen – beginnend mit Risikopatienten – geimpft werden und ein für alle Mal immun sein gegen das Corona-Virus, das die ganze Welt fast eineinhalb Jahre lang beschäftigt hat. Corona ist nun also endlich kein lebensgefährliches Virus mehr, sondern nurmehr ein kopfschmerzverursachendes mexikanisches Bier.

Es ist also Zeit, die Frage zu stellen: Was ist geblieben von der Pandemie? Natürlich großes Leid in den zahlreichen Familien, die Angehörige verloren haben. Eine weltweit gestiegene Arbeitslosigkeit, weil viele insbesondere kleinere Geschäfte nach dem Shutdown nicht wieder geöffnet haben. Die Staatsverschuldung ist fast überall gestiegen und somit die Vulnerabilität: Bei der nächsten vergleichbaren Krise werden viele Länder nicht mehr in der Lage sein, finanziell derart großzügig zu reagieren – aber vielleicht ist das ja auch gar nicht mehr nötig? 

Nicht, dass es nicht ähnliche Pandemien auch in Zukunft geben kann. Aber das Verhalten von uns allen hat sich in den letzten eineinhalb Jahren derart stark verändert, dass die nächste Krise wohl weniger tödlich sein wird. Auch in Europa ist es nun endlich üblich, dass Erkältete mit Mundschutz in der Öffentlichkeit unterwegs sind. Sich in die Hand zu nießen (und mit der Hand dann später Gegenstände im öffentlichen Raum anzufassen) – ist nun weltweit geächtet. Lebenswichtige Produkte werden auch wieder in Hochlohnländern produziert. Überhaupt hat sich in der Corona-Krise herauskristallisiert, dass Gesundheit wichtiger ist als Profite. Nur so ist zu erklären, dass der deutsche Staat private Krankenhäuser wieder verstaatlicht hat. Es geht nicht nur im deutschen Gesundheitssystem nun wieder vermehrt darum, Menschen zu heilen, Angestellte menschenwürdig zu behandeln und Kapazitäten für den Ernstfall vorzuhalten. Die Zeit der Fallprämien für sinnlose Operationen ist vorbei, die Zeit für eine Bürgerversicherung anstelle der bislang vorherrschenden Zweiklassenmedizin scheint gekommen. 

Endlich darf man auch wieder das Haus verlassen, um links oder rechts abzubiegen.


Auch gesellschaftlich hat sich einiges geändert: Lehrer und Pflegekräfte werden seit der Krise deutlich höher angesehen – letztere auch endlich deutlich besser bezahlt. Viele Eltern mussten in der quälend langen Phase der Schulschließung einsehen, dass ihre kleinen Kackbratzen doch keine Wunderkinder sind. Und Väter im Homeoffice haben erstmals verstanden, wie viel Arbeit Hausarbeit ist. Überhaupt Homeoffice: Das Arbeitsleben in Deutschland hat sich stark verändert. Die Zahl der Menschen, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, hat sich auf ein Maß erhöht, das vorher nur aus Skandinavien und den Niederlanden bekannt war. Plötzlich geht vieles digital, wofür vorher lange Dienstreisen und kurze Flüge nötig waren. 

Nicht nur der stark gesunkene Flugverkehr hat 2020 zu einem Jahr gemacht, in dem sich die Natur vom Menschen erholen konnte. Vieles spricht dafür, dass ein paar der Umweltschutzerrungenschaften erhalten bleiben: Jetzt, wo sich Videokonferenzen flächendeckend durchgesetzt haben, wird es weiterhin weniger Dienstreisen geben als vor der Pandemie. Und jetzt, wo die Menschen in chinesischen Großstädten mal wieder wissen, wie sich saubere Luft einatmet und die verblieben Bewohner von Venedig wieder wissen, wie saubere Kanäle ausschauen, wollen sie diese Errungenschaften unbedingt beibehalten und setzen sich vehement dafür ein. 

Ein tödliches Virus als Blaupause für die Rettung des Planeten? Um das beurteilen zu können, ist es noch zu früh. Aber dass Donald Trump und Boris Johnson die Corona-Krise politisch nicht überlebt haben, dürfte für künftige internationale Umweltschutzvereinbarungen eine gute Nachricht sein.

Solche Fotos konnte man 2020 an vielen Orten machen, auch in Esslingen


Wer die Corona-Krise nach anfänglichen Schwierigkeiten gut überstanden hat, ist die Europäische Union. Lange hatte es gedauert, bis sich Europa solidarisch gezeigt und Spanien und Italien großzügig unterstützt hat, letztendlich dann ja doch auch mit Euro-Bonds, auch wenn die auf deutschen Wunsch hin nicht so heißen durften. Auch die EU-skeptischen Regierungen in Polen, Ungarn und der Slowakei profitieren davon, dass in der EU produzierte Schutzmasken und Beatmungsgeräte innerhalb der Union nach Bedürftigkeit verteilt wurden und wohl auch künftig werden. Die Erkenntnis, dass man nur gemeinsam stark ist, hat sich am Ende durchgesetzt.

Wie wir heute wissen, war die Nation in Europa mit den meisten Todesopfern nicht Spanien oder Italien, sondern das Vereinigte Königreich. Unterstützung aus der EU hätte sicher geholfen, aber aus der ist man ja kurz vor Ausbruch der Krise ausgeschieden. Umfragen zufolge wünschen sich aktuell 73 % der Briten eine Rückkehr in die Europäische Union. Die Braccess-Debatte ist eröffnet.

Wir warten also darauf, wie sich die Debatte in Großbritannien weiterentwickelt. Freuen uns auf Europameisterschaft und Olympische Spiele, die ja nun bald nachgeholt werden. Und ignorieren hoffentlich die Ignoranz der Impfgegner, die mit ihren irrationalen und egoistischen Argumenten auch gegen die COVID-19-Impfung trommeln. Ein kleiner Pieks tut nicht weh, kann aber Menschenleben retten und das Gesundheitssystem entlasten. Nun ist der Pieks endlich zugelassen. 

Das Leben mit Corona ist beendet, wir können unsere Sehnsucht nach Süden wieder ausleben.

Die Welt nach dem Virus (Fabian)


30/03/2021: Am heutigen Dienstag hat EU-Kommissionspräsident Jannis Varoufakis den 25/04 zum EU-Feiertag erklärt An diesem Tag, im Jahr 2020 war Italien das erste Land in der EU, das die Ausgangssperre aufhob. Der Tag, der zuvor in Italien als „Tag der Befreiung vom Faschismus“ galt, wird nun der „Europäische Tag der Freiheit“. Durch die Krise und ihre Überwindung habe man entdeckt, was Freiheit eigentlich bedeutet. „Die Freiheit rauszugehen, die Freiheit andere zu umarmen, die Freiheit in ein anderes EU-Land reisen zu dürfen – das alles ist nicht selbstverständlich, das hat uns 2020 gezeigt“ so der Grieche.

Was ist nicht alles passiert im letzten Jahr. 30/03/2020, da befanden wir uns noch mitten in der Corona-Krise. Die Welt, wie wir sie bis dahin kannten war in ihren Grundfesten erschüttert. Nun ist so vieles anders. Zeit zurückzublicken.

Leben im Jahr 1 nach Corona 

Was hatte man nicht alles fabuliert, gefürchtet und gehofft, noch während der Krise. Was würde danach alles anders werden, was besser, was schlechter? Nun mit etwas Abstand ist klar: im Kleinen, im täglichen Leben hat sich für die Meisten nicht so wahnsinnig viel verändert. Klopapier ist nicht mehr knapp, Fabriken fabrizieren wieder (zumindest die, die noch übrig sind), Konsumenten konsumieren wieder (zumindest die, die noch einen Job haben), und der Flugverkehr verkehrt wieder (zumindest bei Airlines, die noch existieren). Im Sommer 2020 ist so langsam wieder der Alltag eingekehrt, zunächst innerhalb von Regionen, dann von Staaten, die den Gesundheitsnotstand überwunden hatten. Schließlich global. Im Dezember wurde der Corona-Impfstoff zugelassen, spätestens seitdem ist die medizinische Krise überwunden. Ökonomisch werden wir wohl noch eine Weile daran zu knabbern haben. Millionen von Europäern haben in der Krise ihren Job verloren und hoffen auf eine Ausdehnung des Seidenstraßen-Fonds. Zahlreiche Infrastrukturprojekte wie Schnellzüge und Solarkraftwerke warten darauf, angegangen zu werden und werden noch von der EU-Bürokratie gebremst. Manche Dinge ändern sich wohl nie.

Deutschlands Rolle in Europa 

Ende März 2020 verhindert Deutschland vehement die Einführung von Eurobonds zur Eindämmung der zu erwartenden Wirtschaftskrise. Sehr zum Missfallen der Mittelmeerländer. Zum selben Zeitpunkt verabschiedet Deutschland ein üppiges Hilfspaket für deutsche Firmen. Schlechtes Timing und ungeschickte Diplomatie, die einen neuen, tiefen Riss in die EU bringt. Es kommt zum historischen Schulterschluss zwischen Frankreich, Italien und Spanien. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschland in Europa weitgehend isoliert. Sehr viele EU-Länder (die in Summe über 60% des EU-BIP produzieren) wenden sich von Deutschland ab. Ab diesem Zeitpunkt hechelt Deutschland der EU hinterher und hat das Steuer aus der Hand gegeben. Die Rolle Chinas in Europa, die Berufung von Varoufakis zum EU-Kommissar, die expansive Haushaltspolitik - Deutschland muss das alles hinnehmen. Es stellt sich allerdings bald heraus, dass vor allem die Deutschen sehr stark von der Investitionsoffensive profitieren. 

Chinesischer Marschallplan

Nach dem anfänglichen Versagen der EU sah China seine Zeit gekommen. Es begann mit Hilfslieferungen an medizinischem Material und Ärzten. Mitte Mai kam schließlich der Seidenstraßen-Fonds, landläufig auch als Chinesischer Marschallplan bezeichnet. Der Deal war so einfach wie verlockend: China versorgt Italien, Spanien und zahlreiche andere Länder mit reichlich Kapital um die Produktionskapazitäten wieder auszuschöpfen. Dafür unterschreibt die EU ein Handelsabkommen mit China. Das Land im fernen Osten bekommt privilegierten Zugang zu kritischer Infrastruktur und Anteile an zahlreichen namhaften Unternehmen, darunter Gucci, Ferrari und Zara.

Ja, sie lebt noch

Die EU? Sie lebt. Selbst Nationalisten haben nun erkannt, dass die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts national nicht zu lösen sind. Viren gehören ebenso dazu wie der Klimawandel und die Digitalisierung. Auch um die vollständige Unterwanderung Italiens durch China zu vermeiden erlebt die EU-Außenpolitik eine unverhoffte Renaissance. Durch die Berufung von Jannis Varoufakis zum EU-Kommissionspräsidenten konnte man auch die Südländer zum Einlenken bewegen und einen breiten Konsens für die EU schaffen. Die Schuldenbremse wurde von der EU-Agenda gestrichen, stattdessen investieren alle Staaten kräftig in erneuerbare Energien und Digitalisierung, um Produktion und Konsum zu beleben.

Das Ende der Supermacht

Lange hatte Donald Trump über das Virus gescherzt und es nicht ernst genommen. Selbst als es in New York City mehr infizierte gab als in ganz Italien gab es keine Isolation, keine rote Zone. Am Ende wurde es heftig – in keinem Land traten die Defizite des Gesundheitssystems so offen zu Tage wie in den USA, nirgends starben so viele Menschen, nirgends gab es mehr Arbeitslose. Nach der Vereidigung von Bernie Sanders als US Präsident im Januar wandelt sich die USA nun rapide in einen sozialistischen Staat. Heute, zwei Monate nach seiner Amtsübernahme gibt es ein staatliches Gesundheitssystem, Kündigungsschutz und zahllose Verstaatlichungen. Die gewaltige US-Army wurde aus dem Ausland zurückgerufen und ist damit beschäftigt, ihr eigenes Land in Schach zu halten. Ob die Armeebasen in Europa wieder aufgenommen werden ist noch nicht klar. Indiskretionen zu Folge soll China den USA angeboten haben, die Basen zu übernehmen.

Und die Klopapierindustrie 

Ist völlig von der Rolle. Nach einem Nachfrageboom im März und April 2020 brach die Nachfrage im Sommer völlig ein. Als sich die Situation im Herbst wieder stabilisierte, war rund ein Drittel der Klopapierkonzerne schon nicht mehr Zahlungsfähig. „Scheiße gelaufen“ meinte der Sprecher der Klopapier-Anbietenden-Konzerne (KAK) lapidar.

Donnerstag, 2. Januar 2020

Jahresrückblick 2020 - was für ein Hammer-Jahr (Fabian)


2020 - ein Hammer-Jahr. Es ist so vieles von dem eingetreten, was wir uns schon immer gewünscht haben! 

Unesco erklärt nichts mehr zum Welt-was-auch-immer-Erbe


Seine Steuern muss man weiterhin erklären, alle Parteien erklären sich auch nach 2020 zu Wahlsiegern, Lehrer erklären ebenfalls noch was das Zeug hält. Nur die UNESCO erklärt nichts mehr. Keine Weltkultur, keine Weltnatur und auch sonst nichts. Das erklärte der Unesco Welterbe-Vorstand in seiner Erklärung: “Jede Innenstadt, jede Burgruine und jedes Gebirge haben wir bereits zu irgendwas erklärt. In einem letzten Kraftakt haben wir auch immaterielle Sachen zu was erklärt.” Jetzt soll damit Schluss sein, ab 2020 habe sich das Erklären endgültig erledigt. 

Italiener erkennen, dass Weihnachtsmärkte reiner klischeebehafteter Kitsch-Klim-Bim sind 


Weihnachtsmärkte: am Ende nur Kitsch?
“Weihnachtsmärkte sind doch reiner klischeebehafteter Kommerz-Kitsch-Klim-Bim” - so lautete der Tweet der italienischen Influencerin Chiara Ferragni. Daraufhin erkannten viele Italienener dass besagte Weihnachtsmärkte tatsächlich vor Kitsch nur so triefen, dumpfe Klischees bedienen und rein dem Kommerz dienen. Die Besucherzahlen auf den Südtiroler Weihnachtsmärkten sanken merklich - dies war besonders an den wesentlich besseren Luftqualitätswerten zu erkennen. Wirtschaftlich haben die meisten Südtiroler Einzelhändler kaum Einbußen zu verzeichnen - allein die Händler von sogenanntem “Glühwein” auf Brausebasis und kommerziellem Kitsch-Klim-Bim klagten über deutliche Umsatzverluste. Die vorwiegend in China beheimatete Kitsch-Klim-Bim-Industrie schrieb rote Zahlen und zieht nun in Erwägung, die zunehmend unrentable, auf Kinderarbeit zurückgehende Manufaktur einzustellen. 

Amazon übernimmt die italienische Post


Es war der Coup des Jahres. In einer Nacht- und Nebelaktion übernimmt der US-amerikanische Einzelhandelsriese Amazon die Italienische Post. “Es war einfach nicht mehr mitanzusehen, WIE lange so eine Zustellung dauerte, und wie unzuverlässig das gehandhabt wurde”, kommentierte Amazon CEO Jeff Bezos. Es gebe auch zahlreiche Synergien: “Tausende Mitarbeiter im Niedriglohnsektor auszubeuten, damit haben wir in den letzten Jahren intensive Erfahrungen gemacht, darauf können wir aufbauen”, meinte der Milliardär. Die Italiener sind zurzeit noch immer perplex - sie können kaum glauben, wie viele Briefe man eigentlich bekommt, wenn nicht die meisten bei der Zustellung verloren gehen. Allerdings sind erste Kunden schon genervt von den vielen Zusatzangeboten. “Dauernd bekomme ich Angebote wie ‘Kunden die Briefe versenden kaufen auch Handys von Motorola oder Kameras von Kodak oder was weiß ich’”, meinte neulich ein Postkunde, “neulich wurde mir sogar eine Heizdecke angeboten”, so der Kunde. 

Salvinis Aktion verzicht geht weiter


Kaffee: wächst auch nicht bei den "Terroni"
Italiens rechtsradikalster Politiker ist konsequent. Während er im Jahr 2019 bereits auf Tortellini verzichtete, nachdem er herausgefunden hatte, dass diese mit Schweinefleisch gefüllt werden und auch Nutella aufgrund der Verwendung türkischer Haselnüsse von seinem Speiseplan strich, legte er 2020 noch eins drauf. Bereis  im Januar setzte er den Kaffee ab, der, wie er feststellte, in Italien partout nicht wachsen wollte - auch nicht bei den Terroni. Im Laufe des Jahres musste er dann noch weitere Einschnitte machen. “Kein Cent für diese Links-Versiffte US-Hippievereinigung” tweetete er, verbunden mit der Ankündigung, keine Wahlwerbung mehr mit der Post zu verschicken, die vom amerikanischen E-Commerce Giganten Amazon gekauft worden war. Nach der Replik von Jeff Bezos, wonach er dann ja auch keine sozialen Medien mehr nutzen dürfe, wartet man bis heute vergeblich auf eine Reaktion Salvinis auf Twitter - überhaupt sucht man vergeblich nach Tweets oder Facebook-Posts von Salvini. Es scheint als habe der Schlag von Bezos gesessen. 

USA vollzieht den TREXIT


Kaum jemand hatte das so deutlich erwartet. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump scheiterte krachend an seiner Wiederwahl. Vorausgegangen war ein Vorgang, den man nun wohl als politischen Fehler bezeichnen könnte: Zusammen mit der Türkei, Russland und Nordkorea trat Trump in die G4 ein und aus der ehemals bestehenden Staatengemeinschaft G7 aus. “G stands for Giant, for Petrol, SUVs, Monstertrucks and Weapons - can’t deal with the pussy states worried about environment and stuff”, so die offizielle Erklärung aus dem Weißen Haus. Trump hatte allerdings nicht mit dem massiven Widerstand der geballten US-Wirtschaft gerechnet die auch die Republikaner auf ihre Seite zog. Überraschend wurde der Impeachment Antrag angenommen und Trump aus dem Weißen Haus entfernt. US-Präsident Bernie Sanders bastelt nun seit seiner Wahl zum Präsidenten zusammen mit Umweltministerin Greta Thunberg an einem Green New Deal für die Vereinigten Staaten. 



Montag, 30. Dezember 2019

Jahresrückblick 2020 - Der Brexit ist da, Trump ist weg (Markus)




















Wir können einen Gang zurückschalten und auf das Schaltjahr 2020 zurückschauen. Deutschland kann den EU-Ratsvorsitz wieder abgeben, Beethoven kann sich von den Feierlichkeiten zu seinem 250. Geburtstag erholen, Tokio von den olympischen Sommerspielen. Aber was waren die eigentlichen Highlights des zurückliegenden Jahres? Hier sind sie nochmal zusammengefasst: 

Das Wort des Jahres: Flughafenscham
Am 31. Oktober 2020 war es so weit: Der Flughafen Berlin-Brandenburg International „Willy Brandt“ wurde eröffnet. 13 Jahre nach Baubeginn, neun Jahre nach der geplanten Eröffnung im November 2011. Ganz schön peinlich. So peinlich, dass kein Spitzenpolitiker den Flughafen eröffnen wollte: Angela Merkel ließ sich entschuldigen – und feierte lieber in der Uckermark den Reformationstag. Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller? Eröffnete lieber ein Kita-Modellprojekt in Charlottenburg. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke? War in der Lausitz, um mit einer Gießkanne Fördergelder zu verteilen. Alle anderen Spitzenpolitiker? Hingen irgendwo in der Bahn fest, weil mal wieder der gesamte ICE-Verkehr zusammengebrochen war. Das Wort „Flughafenscham“ machte schnell die Runde, auch nach dessen Eröffnung möchte niemand mit dem Berliner Pannenflughafen in Verbindung gebracht werden.  

Der TXL ist Geschichte, die Schwaben werden jetzt nach Schönefeld gefahren

















Die Zahl des Jahres: 75
Die Zahl 75 ist im Jahr 2020 auffällig oft in den Nachrichten vorgekommen. Die UNO hat ihren 75. Geburtstag gefeiert. Das Land Hessen ist ebenfalls 75 geworden. Die Vuelta a España wurde zum 75. Mal ausgerichtet. 75 Schauspieler standen in der allerletzten Folge der Lindenstraße vor der Kamera. 75 Punkte haben RB Leipzig gereicht, um Deutscher Meister zu werden. 75 Stimmen Vorsprung haben der grünen Katharina Fegebank gereicht, um neue Bürgermeisterin von Hamburg zu werden. 75 Millionen Menschen weltweit haben den 25. James Bond „No time to die“ im Kino gesehen. 

Die Ankündigung des Jahres: Habeck will Kanzler werden
Jahrelang wurde darüber spekuliert, ob die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl mit einem Kanzlerkandidaten oder einer Kanzlerkandidatin antreten wollen. Den Grünen selber waren Vorstöße in diese Richtung immer unangenehm. Nun hat Parteichef Robert Habeck die Katze aus dem Sack gelassen: „Kanzler wär schon geil. Ja, das wäre ne coole Sache“, hat er bei Anne Will verlauten lassen – und damit erwartbare Reflexe ausgelöst: Die FDP warnt vor einem „Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen“, wenn die Grünen das Kanzleramt übernehmen. Die AFD warnt vor einer „Masseneinwanderung von Millionen von meuchelmordenden Muslimen“, wenn die Grünen das Kanzlerarmt übernehmen. Die SPD konnte sich auf keine einheitliche Stellungnahme einigen.

Das Verbot des Jahres: Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen
Worauf sich die SPD Anfang 2020 überraschend einigen konnte: Dass sie einen neuen Anlauf beim Tempolimit nehmen will. Da von FDP und AFD zu viele Abgeordnete nicht anwesend waren, reichten die 288 Stimmen von SPD, Grünen und Linken aus, um die Union zu brüskieren: Der Bundestag hat entschieden, dass auf Deutschlands Autobahnen seit Mitte 2020 ein Tempolimit von 120 km/h gilt. Ob das Klima dadurch gerettet wird, sei dahingestellt. Aber es wird viele Menschenleben retten. Und was machen jetzt die armen Sportwagenbesitzer, die ihren kleinen Penis durch hohe Geschwindigkeiten ausgleichen müssen? Die können nach Afghanistan, Nordkorea, Mauretanien oder auf die Isle of Man reisen: Dort gibt es weiterhin kein allgemeines Tempolimit.
Es war ein SPD-Kanzler, der Hartz IV eingeführt hat. Es war eine CDU-Kanzlerin, die die Wehrpflicht abgeschafft hat. Nun ist es also ein CSU-Verkehrsminister, der gegen seinen Willen ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen eingeführt hat. Alles, was in den nächsten Jahren in Deutschland noch passieren wird – autofreie Innenstädte, Citymauts, zahlreiche Radschnellwege, eine zweite Bahnreform mit der Trennung von Netz und Betrieb und deutlich mehr Investitionsmitteln für das Bahnnetz – wird immer mit dem Namen Andreas Scheuer verbunden bleiben, der somit vom „Feinstaub-Andi“ zum Wegbereiter der überfälligen Verkehrswende in Deutschland wurde.

Jetzt auch auf deutschen Autobahnen: Tempolimit

















Die Umsetzung des Jahres: Der Brexit ist da – vorerst
Am 31. Januar 2020 war es endlich so weit: Großbritannien hat die EU verlassen. Vorerst. Boris Johnson hat damit sein Ziel erreicht – aber ein Handelsabkommen mit der EU gibt es noch nicht: Bis zum 31.12.2020 änderte der vollzogene Brexit faktisch nichts an der Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Europa. Johnson und die EU konnten sich auch im Laufe des Jahres 2020 nicht auf einen Handelsvertrag einigen. Auf den letzten Drücker konnte ein Aufschub um drei Monate bis März 2021 erreicht werden. Johnson will bis dahin doch noch ein Abkommen mit der EU hinkriegen. Labour will eine neue Volksabstimmung, um den Brexit doch noch rückgängig machen zu können. Schottland will unabhängig werden. Nordirland und Irland wollen sich zu „New Ireland“ vereinigen. Das United Kingdom geht wohl in das letzte Jahr seines Bestehens. 

Diese Polizisten sind keine EU-Mitglieder mehr

















Die Abstimmung des Jahres: Trump verliert seinen Job
Es war ein Vorfall, wie es in den USA viel zu viele gibt, aber diesmal war trotzdem alles anders: Im Januar 2020 hat in einem gottverlassenen Nest in Ohio ein Rechtsradikaler mit seiner Waffe einen Obdachlosen provoziert. Der Obdachlose hat dem Rechtsradikalen daraufhin die Waffe entrissen und ihn erschossen. Präsident Trump twitterte nach dem Vorfall wie wild drauf los: Erst drückte er sein Mitleid mit dem Opfer aus („Didn’t know him, but I know he was a good guy“), dann empörte er sich über Waffen an sich („It was a gun that killed this good guy. Weapons are made for defence, not for killing!”). Trump stellte scheinbar zum ersten Mal fest, dass Waffen töten können. Seine logische Schlussfolgerung: Waffen verbieten, um die Bevölkerung zu schützen. Unter dem Motto #KillThatKillingGuns trat er für scharfe Waffengesetze statt scharfer Munition ein – was einige republikanische Abgeordnete um Spendengelder von den Waffenfirmen im anstehenden Wahlkampf fürchten ließ. Die logische Reaktion: Viele Republikaner stimmten im Impeachment-Verfahren gegen Trump. Der Rest ist bekannt: Donald Trump hat im Frühjahr 2020 überraschend sein Amt verloren. Er wurde vorübergehend von Mitt Romney ersetzt, die Präsidentschaftswahlen 2020 hat aber Michael Bloomberg für die Demokraten gewonnen. 

Unter Trump ging es mit Amerika bergab
























Die Welt hat also Donald Trump überlebt. Mal schauen, was die Welt 2021 alles überleben muss. An dieser Stelle wird man es vorträglich nachlesen können.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Jahresrückblick 2019 – vor 100 Jahren war mehr los (Markus)


Los Angeles im November 2019: Dauerregen; Überbevölkerung; überall Schmutz; überall Werbung; und dann kommen irgendwelche außerirdischen Replikanten und töten Menschen.

Soweit die Story des Films Blade Runner. Im real existierenden Los Angeles gibt es keine Replikanten - aber Schmutz, Werbung und Regen beschreiben das abgelaufene Jahr 2019 ganz gut. Ein alles in allem echt langweiliges Jahr. Wie viel mehr war da doch 100 Jahre vorher los! Die folgende Übersichtstabelle vergleicht die historischen Ereignisse der Jahre 1919 und 2019:
 
1919
2019
Vertrag von Versailles (der das Ende von Deutschem Reich, Österreich-Ungarn, Zarenreich und Osmanischem Reich besiegelt)
Vertrag von Hermannstadt (der nicht das Ende der Europäischen Union besiegelt, sondern ihren Neustart ohne Großbritannien)
Bauhaus-Gründung in Dessau und Weimar
Bauhaus-Eröffnungen in Elmshorn und Erfurt
Rosa Luxemburg, Mit-Initiatorin des Spartakusbundes, wird ermordet
Sahra Wagenknecht, Mit-Initiatorin der Sammlungsbewegung „Aufstehen“, muss den Fraktionsvorsitz der Linkspartei abgeben
In Deutschland wird das Frauenwahlrecht eingeführt
In Deutschland wird erstmals ein DAX-Konzern von einer Frau geleitet – Sahra Wagenknecht wird nach dem Rausschmiss von Frank Appel nämlich Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG
In Stuttgart wird die erste Waldorfschule gegründet.
In Stuttgart wird das erste konsequente Diesel-Fahrverbot verhängt.
Das Saarland existiert nicht
Das Saarland stellt unter anderem den deutschen Außenminister (Heiko Maas), den deutschen Wirtschaftsminister (Peter Altmeier), die künftige deutsche Bundeskanzlerin (Annegret Kramp-Karrenbauer) und den deutschen Linksverteidiger Jonas Hector. Außerdem wohnt hier die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post AG, Sahra Wagenknecht.
Alexander von Humboldt erlebt seinen 150. Geburtstag nicht mehr
Alexander von Humboldt erlebt auch seinen 250. Geburtstag nicht mehr
Die SPD stellt den bayerischen Ministerpräsidenten (Kurt Eisner)
Die CSU stellt den Europäischen Kommissionschef (Manfred Weber)

Ebenfalls im Jahr 1919 ist Südtirol ein Teil Italiens geworden. Die neofaschistische Partei CasaPound hat das 100-jährige Jubiläum mit einem „Volksfest“ (in Anführungszeichen, es kam nämlich kein Volk, das dieses Jubiläum hätte feiern wollen) auf dem Siegesplatz (nicht in Anführungszeichen, der heißt tatsächlich immer noch so) gefeiert. Was ist nach 100 Jahren Italien in Südtirol hängen geblieben? Ausufernde Bürokratie, leckerer Kaffee und eine absurd lebensgefährliche Art und Weise, Auto zu fahren.

Nicht in Südtirol hängengeblieben ist Markus Belz. Bislang vor allem als Blogger nicht bekannt („The Battle of Blogs“), ist er nun auch als Autor nicht bekannt: Er hat 2019 seinen ersten Roman veröffentlicht, „Südtirol radelt“. Der Roman hat so schlechte Kritiken erhalten und einen derartigen Shitstorm heraufbeschworen, dass der Autor aus Südtirol fliehen musste. Gerüchten zufolge hält er sich nun im Großraum Stuttgart auf. Was auch immer er im Ländle von Daimler, Porsche und Bosch zu suchen hat. Sein Bruder Andreas Belz hat sich als Gastarbeiter bis April 2019 im Land von Toyota, Mitsubishi und Nissan aufgehalten. Mit den Worten „wenn der Andi nicht mehr hier arbeitet, muss ich auch nicht mehr arbeiten“, hat der japanische Kaiser Akhito Ende April 2019 abgedankt. Da die im März und April gemeinsam durch Japan reisende Familie Belz dort Unmengen von Lebensmitteln verschlungen hatte, blieb Japan, um weiterhin genug Essen für die eigene Bevölkerung bereitstellen zu können, nichts anderes übrig als im Jahr 2019 den Walfang wieder aufzunehmen.

Wieder aktiv aufgenommen wurde das einst als „StudiVZ“ bekannte soziale Netzwerk. Unter dem Namen „EuroVZ“ bietet es seit Sommer 2019 eine moderne, mehrsprachige Alternative zu Facebook, die Datenschutzrechte achtet und Steuern zahlt. Da der Import von Facebook-Profilen sehr einfach ist, haben Millionen europäischer Nutzer Facebook den Rücken gekehrt und sich der in Berlin beheimateten Alternative zugewendet. Facebook ist in eine finanzielle Schieflage geraten, Google+ hat im April 2019 sogar ganz aufgegeben. Ob das nur ein erster Schritt ist und das weltoffene Europa das trumpsche Amerika in Digitaldingen überflügeln wird? Der Otto-Katalog, einst Wegbereiter des Versandhandels, wurde im Sommer 2019 eingestellt. Vielleicht wird nun der Online-Store der Otto Group das neue Amazon? Ist natürlich nicht realistisch, aber man hätte ja vorher auch nicht gedacht, dass Borussia Dortmund 2019 Deutscher Meister wird.

Bauwerk des Jahres 2019 ist im Übrigen das nun erneut fertiggestellte Berliner Schloss (ursprünglicher Baubeginn: 1442). Auch 2019 noch nicht eröffnet wurde hingegen der Berliner Flughafen (Baubeginn: 2008). „Aber des is nedd so dragisch, mer brauchd ja in Zugunfd gar geinen Fluchhafen mehr, weil Fluch-Daxis von überall stardden gönnen“, kommentierte Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, im September 2019 auf ihrem Instagram-Account die anhaltende Flughafen-Misere. 

Zum Abschluss noch kurz ein Blick auf die politischen Wahlen des Jahres 2019: Nachdem die Medien monatelang ausschließlich darüber berichtet haben, dass die AfD die drei ostdeutschen Landtagswahlen gewinnen könnte, hat die AfD tatsächlich gewonnen. Wenn auch nicht so hoch wie erwartet. Es wäre interessant zu sehen, wie Wahlen ausgehen würden, wenn die Medien im Vorfeld statt über Personalspekulationen einfach mal über kleine und große Anfragen und die tägliche Arbeit der regierenden und opponierenden Parteien berichten würden. Aber dieses Experiment erleben wir frühestens im nächsten Jahr: 2020 wird in den USA gewählt. Und in der Steiermark.

Jahresrückblick 2019 - Die 5 krassesten Fake News von 2019 (Fabian)


Unglaublich, schon wieder ist ein Jahr vorbei. Es war ein Jahr voller Ereignisse – Ereignisse von denen man im Moment sehr viel in diversen Jahresrückblicken lesen kann. Es war auch das Jahr der Fake News – die 5 folgenden Nachrichten waren die wohl aufsehenerregendsten Lügen und Falschmeldungen des Jahres.



Spanien ist nicht Katalonien


Stiftete reichlich Verwirrung: Pedro Sanchez
Ministerpräsident Sanchez verkündet im Juli während der Stierhatz in Pamplona die Unabhängigkeit Spaniens von Katalonien. „Lange genug haben wir uns alles von den Katalonen gefallen lassen. Sie mögen keine Stierkämpfe, für Tapas muss man bezahlen und sie haben sogar Flüchtlinge aufgenommen – das reicht! Indipendencia!!“. Was  Sanchez bei dieser Aussage geritten hatte ist nicht klar. Fakt ist – an der Geschichte ist nichts dran, Spanien und Katalonien bilden auch im Dezember noch einen Staat.

Donald Trump hat Kim Jong Uns Atomwaffenknopf gestohlen


Fotofälschung aus taktischen Gründen?
Im Bild Donald Trump und ein Knopf
„Stole this button. So dangerous. Now it’s in safe hands. Awesome”. So tweetete Donald Trump nach dem Atomwaffengipfel in Pjöngjang, und rühmte sich damit, den Auslöseknopf der Nordkoreanischen Atomwaffen gestohlen zu haben, was er auch mit einem Foto belegte (im Bild). Kim Jong Un berief daraufhin umgehend eine Pressekonferenz ein, um den echten Atomwaffenknopf der Öffentlichkeit zu zeigen und dessen Echtheit durch einen schwedischen Atomwaffenexperten bestätigen zu lassen.  Analysten gehen davon aus, dass Trump das Foto gefälscht hat und halten Jong Uns Aussagen für glaubwürdiger. Was genau Trump mit seiner Aktion bezwecken wollte, ist unklar.


Die Merkel ist weg


Nur kurz freuten sich Merkel-muss-weg Skandierer
Merkel-muss-weg Skandierer jubelten über Merkels Tweet im August dieses Jahres.  „Ich bin dann mal weg“, tweetete sie, und war daraufhin für mehrere Wochen für die Öffentlichkeit nicht erreichbar. 
Pegida- und AfD-Anhänger dachten schon, ihre Forderungen seien endlich zur Kanzlerin durchgedrungen. Wie sich allerdings herausstellte, war sie keineswegs ganz weg – sie hatte ihren traditionellen Urlaub in Sulden in Südtirol angetreten, wo es bekannterweise sehr schlechten Handyempfang gibt. Einzig Reinhold Messner kannte den Aufenthaltsort der mächtigsten Frau der Welt und konnte das rätselhafte Verschwinden schließlich in heldenhafter Manier auflösen. Unter Einsatz seines Lebens überquerte er zahlreiche Gletscher um die nächste Stelle mit Mobilfunkempfang zu finden - während einer laufender Live-Sendung kontaktierte er schließlich Markus Lanz, um zu bestätigen, dass es Merkel gut gehe. 

Jeff Bezos kauft den Amazonas


Er sei erzürnt, dass der südamerikanische Strom den Namen seines Unternehmens trage, meinte Bezos in einer Abendsendung.
Sollte Alibaba heißen: Der Amazonas
Langsam dahinfließendes Wasser, Brandrodungen, Moskitos oder Tropenkrankheiten seien mit dem Fluss verbunden, daher sei er ein Imageschaden für den Onlinehändler. Bezos habe auch überlegt, den Namen seines Shops zu ändern, allerdings sei das nach Berücksichtigung aller Image-Effekte wesentlich teuerer als den Fluss zu kaufen und dessen Namen zu ändern – in Alibaba.
Wie Brasiliens Präsident Bolsonaro mitteilte, liege kein Kaufangebot vor, man könne aber über alles reden.

Matteo Salvini isst Kebab


Ist nur nationales Essen: Matteo Salvini
Auf seinem Rückweg vom Spatzenfest macht Salvini einen Zwischenstopp in Bozen – im Kebabladen. „Hat er ein Kebab bestellt – mit Alles und scharf. Ich schwöre“ so der Kebabladen Besitzer. „Erst dachte ich er kommt aus Antalya, wie ich“ meinte der Unternehmer weiter, allerdings habe er dann gemerkt, dass Salvini kein Türkisch verstehe. „Fake News“ skandierte hingegen Salvini. Er ernähre sich ausschließlich von Pizza, Pasta und anderen italienischen Klassikern.